Peter Gehlmann

Peter Gehlmann Brille

DER KALORIENMYTHOS

Du möchtest endlich Deine überflüssigen, lästigen Pfunde loswerden? heutzutage gibt es ja genug “Experten” die Dir raten “Iss einfach weniger als Du verbrauchst und dann passt das schon!”

Ich sage BULLSHIT!

Denn, wenn das so einfach wäre, dann hätten wir in Deutschland und auf dem Rest der Welt keine übergewichtigen Menschen mehr. Warum eine Kalorie nicht gleich eine Kalorie ist, das erfährst Du hier in diesem Artikel…

Inhalt:

Die Kalorie

Was ist eine Kalorie

Ist eine Kalorie gleich eine Kalorie?

Fett, Kohlenhydrate, Protein

Funktioniert Kalorienzählen auf Dauer?

Ein Leben lang Kalorienzählen?

Fazit

 

 

Was ist eine Kalorie?

Laut Wikipedia: “Kalorie (Einheitenzeichen cal) ist eine veraltete Maßeinheit der Energie, insbesondere der Wärmemenge. Eine Kalorie ist nach einer gängigen Definition die Wärmemenge, die erforderlich ist, um (bei bestimmten Bedingungen) 1 Gramm Wasser um 1 Grad Celsius zu erwärmen”

 

OK, nun wird es erstmal etwas theoretisch:

Um herauszufinden, welches Nahrungsmittel wie viel Kalorien hat wird es in einer “Brennkammer” angezündet (diese ist komplett von Wasser umgeben. (für weitere Infos zu diesem Versuch bitte recherchiere “Bombenkaloriemeter” 😉 )

Die Wärme, die durch die Verbrennung des zu analysierenden Nahrungsmittels entsteht, erhöht die Wassertemperatur. Die Kalorienangabe ergibt sich daraus, um wie viel Grad sich das Wasser erwärmt hat.

Da Proteine und Kohlenhydrate bei der Verbrennung weniger Energie freisetzen als Fette besitzen sie per Definition einen niedrigeren Energiegehalt. (Proteine und Kohlenhydrate = 4 Kalorien pro Gramm, Fette = 9 Kalorien pro Gramm). 

Soweit Verstanden?

 

 

Ist eine Kalorie wirklich gleich eine Kalorie?!

Das Problem dieser Definition ist, dass es Deinen Körper als reinen “Verbrennungsmotor” oder „Ofen“ sieht es geht davon aus, dass ein Gramm eines bestimmten Nahrungsmittels XY Kilokalorien an Energie liefert.

Geh mal vor Deinen Spiegel, schau Dich an… Gut siehst Du aus, aber eben nicht wie ein Ofen. Dein Körper ist ein komplexes System aus Enzymen, Hormonen und Regelkreisläufen.

Wie viele Kalorien ein Nahrungsmittel hat, spielt daher eine untergeordnete Rolle, es ist von wesentlich größerer Bedeutung wie Dein Körper auf das jeweilige Nahrungsmittel reagiert.

 

 

EINE KALORIE IST NICHT EINE KALORIE

Vergleichen kann man das ganz gut mit einem Ofen, wenn Du in (D)einen Ofen ein Stück Kohle und ein Stück Holz reinpackst, dann verbrennen beide – richtig – aber mit unterschiedlicher Energieabgabe. So ist das auch bei Deinem Körper. Wenn Du einen selbstgemachten Salat isst oder eine Scheibe Weizenbrot, ein Stück Fleisch oder einen Teller Nudeln… Alles liefert Energie jedoch mit anderem Verbrauch und auch vor allem mit anderem Ergebnis. Sättigungsgefühl, Nährstoffversorgung usw. Da haben Fleisch und Salat ganz klar die Nase vorn.

Kalorien

FETT IST NICHT GLEICH KOHLENHYDRATE IST NICHT GLEICH PROTEINE

Eine Kohlenhydrataufnahme ruft eine andere hormonelle Reaktion hervor als die Aufnahme von Protein oder Fett.

Kohlenhydrate, in welcher Form auch immer sie in Deinen Körper gelangen, werden in Deinem Dünndarm zu Einfachzuckern aufgespalten und absorbiert und so gelangen sie in Dein Blut. Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit steigt Dein Blutzuckerspiegel an.

 

Ein „normaler“ Blutzuckerspiegel eines gesunden Menschen beträgt in etwa 70-100 mg/ dl. Das bedeutet, ein Erwachsener hat im Schnitt 5 g Zucker (Glucose) im Blut

Maßvoll Protein, viel Fett – der Schlüssel zu langanhaltender Sättigung

Den Hunger und die Sättigung zu regeln, ist ein komplexes System in Deinem Körper und geht weit über die bloße Energiebereitstellung hinaus.

 

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl gute, wissenschaftliche Studien welche die Vorteile einer richtig geplanten kohlenhydratarmen und fettreichen Ernährung zeigen (LCHF = low carb-high fat).

Vorteile, gibt es hier nicht nur hinsichtlich des Gewichtsmanagements, sondern auch in Bezug auf vielen wichtigen Gesundheitsparametern.

So normalisieren sich beispielsweise Blutfette, Entzündungswerte verbessern sich und Typ-2 Diabetes kann kontrolliert werden.

 

 

KALORIENZÄHLEN FUNKTIONIERT AUF DAUER NICHT UND IST UNNÖTIG

Kalorienzählen funktioniert langfristig nicht, weil es schier unmöglich ist, den exakten Kaloriengehalt von Nahrungsmitteln zu bestimmen.

Denn jedes Mal, wenn man komplexe Zusammenhänge vereinfachen möchte kommt es zu Problemen. Mit der ganzen Idee des Kalorienzählens verhält es sich genauso! Es scheint zwar einfach, mathematisch nachvollziehbar und logisch – doch es ist schlicht und ergreifend FALSCH.

Avocado

Schwierigkeit Nr. 1: Echtes Essen hat keine Nährwertangaben

Um möglichst genau zu wissen wie viel Kalorien Du zu Dir nimmst, kannst Du nur noch Lebensmittel essen die mit Nährwertangaben versehen sind. Das bedeutet, nichts „natürliches“ kommt ab jetzt auf Deinen Teller, sondern nur noch abgepacktes, in Fabriken vorproduziertes und im Labor auf seine Nährstoff-Zusammensetzung standardisiertes Essen. – klingt lecker?

 

Ja, es gibt auch für Blumenkohl oder Mangold Nährwertangaben, doch diese geben Dir nur einen Durchschnitt an. Hier wurde irgendwann einmal bestimmt wie viel Energie in 100 kg rohem Kohl stecken und diese Info kannst Du dann aus diversen Nährwerttabellen ablesen. DOCH: JEDES Naturprodukt ist anders, der Kaloriengehalt wird durch zahlreiche Faktoren wie Erntezeitpunkt, Lagerung, Zubereitungsart, usw. beeinflusst. Ein Huhn aus Freilandhaltung hat ein bspw. anderes Verhältnis von Fett zu Protein als ein Huhn aus der Massentierhaltung. Selbst die Fettsäuren-Zusammensetzung unterscheidet sich massiv.

 

In einem Freilandhuhn sind viel mehr Omega-3 Fettsäuren enthalten, während im Verhältnis in einem Huhn aus der Massentierhaltung entzündungsfördernde Omega-6 Fettsäuren überwiegen.

 

Schwierigkeit Nr. 2: Die Küchenwaage, wird Dein ständiger Begleiter

Beim Zählen der Kalorien muss jeder Bissen akribisch abgewogen werden. Kleine Abweichungen von wenigen Gramm rechnen sich über die Tage und Wochen zu einer riesigen Summe. Hier nur nach „Augenmaß“ zu gehen ist extrem ungenau. In Restaurants essen zu gehen ist somit auch einfach nicht möglich – eine Kontrolle der verwendeten Zutaten ist nicht gewährleistet – außer der Koch lässt Dich kurz in seine Küche 😉.

 

Schwierigkeit Nr 3: ungenaue Nährwert-Tabellen

Nun isst Du nur noch abgepackte Sachen aus dem Supermarkt und wiegst jeden Bissen ab den Du Dir in den Mund steckst. Und dennoch hast Du ein großes Problem – selbst bei Nährwert-Angaben auf abgepackten Lebensmitteln gibt es eine Ungenauigkeit von min. 10%.

„Zehn Prozent sind nicht viel!“ wirst Du nun sagen…, in Deiner Welt in der man augenscheinlich Kalorienzählen muss, um sein Gewicht zu halten sind 10% ein epischer Fehler.

  • – Angenommen Du isst pro Jahr ca. 730.000 kcal (365 Tage * 2000 kcal)
  • – Eine Abweichung von 10% bedeuten 73.000 kcal zu viel oder zu wenig
  • – Somit würde ein Überschuss von 73.000 kcal pro Jahr eine Zunahme von ca. 9,4 kg reinem Fett bedeuten!

Dieser „kleine Fehler“ von 10% bei den Kalorien ergibt bis zu 9,4 kg mehr Körperfett… Wie fühlt sich das an?

Das heißt:

Selbst wenn Du, ein Musterschüler im Kalorienzählen bist, jeden Bissen abwiegst und nur abgepackte Nahrungsmittel zu Dir nimmst, um bei den Nährwertangaben eine maximal mögliche Genauigkeit zu erreichen, Du würdest es nicht schaffen Dein Gewicht zu halten! Kommt Dir das bekannt vor?

Exaktes Zählen von Kalorien ist eine Fantasievorstellung und in einer natürlichen Umgebung (also außerhalb des Labors) absolut nicht möglich. Für das Erreichen sowie für den Erhalt eines gesunden Körpergewichts ist es vollkommen unnötig. Leider werden die Nahrungsmittelqualität und Unterschiede in der hormonelleren Reaktion und den Stoffwechselwegen hier vollkommen außer Acht gelassen.

Freilandhühner natürliches Essen mit Peter Gehlmann

NIEMAND KANN EIN LEBEN LANG WENIGER ESSEN ALS VERBRAUCHT WIRD

Während eine akute, kurzfristige Reduktion der Nahrungsaufnahme (bspw. intermittierendes Fasten) viel positive Effekte auf deinen Körper hat – können anhaltende Hungerzustände aber auch zu Problemen führen.

Für Deinen Körper ist chronischer Hunger eine extrem stressige Situation und bringt langfristig Probleme mit sich.

So reagiert Dein Körper auf ein chronisches Energiedefizit: 

  • nimmst Du weniger Energie zu Dir, wird auch weniger Energie verbraucht
  • alle Stoffwechselvorgänge werden verlangsamt
  • Körpertemperatur sinkt ab
  • Herzschlagfrequenz und Herzratenvariabilität sinken ab
  • Hormonproduktion wird eingeschränkt
  • Muskelmasse wird abgebaut – Muskelmasse ist energetisch teures Gewebe
  • Deine kognitive Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt (das Gehirn allein verbraucht 25% der Energie)
  • und auch Dein Körperfett wird abgebaut

Am Ende stehst Du schlechter da als vorher. Viel weniger Muskelmasse, keine Energie, keine Libido, und ein herunter gefahrener Energiebedarf.

 

Herzlich Willkommen Jojo-Effekt und fast jeder hat ihn schon einmal erlebt.

 

 

Eine Kalorie ist eine Kalorie:
Mein FAZIT

Nun weißt Du, dass Zählen von Kalorien Dich Deinem Ziel nicht wirklich näherbringen wird. Wie kannst Du nun kontrollieren, dass Du nicht mehr isst als Du verbrauchst? Wie bringst Deinen Körper dazu liebend GERNE Energie zu verbrauchen und die aufgenommene Energie in den Aufbau von Muskelmasse, Knochen, Hormonen und Neurotransmittern zu stecken anstatt in Fettgewebe?
 

Eine nährstoffreiche, kohlenhydratreduzierte Ernährung mit ausreichend tierischen Fetten schafft in Deinem Körper das richtige hormonelle Umfeld. Dein Blutzucker-Spiegel und somit auch Dein Insulin-Spiegel bleiben auch nach dem Essen auf sehr niedrigem Niveau.

 

Zusammengefasst heißt das: Eine Kalorie ist eine Kalorie – jedoch nur in der Definition. Deine Gewichtsprobleme kannst Du allerdings nicht ausschließlich auf einen Kalorienüberschuss zurückführen. Die Gewichtsprobleme sind hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass ein Vitalstoffmangel vorherrscht und Dein Körper durch einen Schadstoffüberschuss überfordert ist.

Kalorienzählen überflüssig Hashimoto

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