Peter Gehlmann

Was ist Hashimoto

Aufklärungsserie Hashimoto Teil 1

Die Hashimoto Thyreoiditis ist eine autoimmune Schilddrüsenentzündung, die nach dem Japaner Dr. Hakaru Hashimoto (1881-1934) benannt wurde. Diese Erkrankung wird durch bestimmte Autoimmunprozesse verursacht. Sie wird auch als chronisch lymphozytäre Thyreoiditis oder autoimmune Thyreoiditis bezeichnet.

Hakaru Hashimoto, ein Pathologe und Chirurg aus Japan entdeckte die Autoimmunthyreoiditis. Er beschrieb sie als eine Krankheit die überwiegend Frauen in den Wechseljahren betrifft. Heute weiß man, dass sowohl Frauen aller Altersstufen betroffen sein können, als auch Männer und Kinder.

 

Er veröffentliche im Jahr 1912 seine Entdeckung der „Struma lymphomatosa“, einer vergrößerten Schilddrüse mit lymphomatöser Infiltration in Verbindung mit einer Unterfunktion der Schilddrüse. Die Veröffentlichung erfolgte in einer medizinischen Zeitschrift in Deutschland. Die Krankheit wurde nach ihm benannt.

 

Bei einer Autoimmunerkrankung ist es immer so, dass sich der Körper, aufgrund einer fehlgeleiteten Reaktion des Immunsystems, selbst angreift. Bei der Hashimoto Thyreoiditis wird die Schilddrüse, aufgrund einer Fehlregulation des Immunsystems, angegriffen und mit der Zeit zersetzt.

 

Hashimoto ist jedoch keine Schilddrüsenunterfunktion. Die Schilddrüsenunterfunktion ist lediglich eine Folgeerkrankung bzw. ein Symptom der Hashimoto Erkrankung, die dadurch entsteht, dass die Schilddrüse im Verlauf der Erkrankung immer kleiner wird und irgendwann nicht mehr die nötigen Hormone produzieren kann. Dies führt auf Dauer zwangsläufig zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Hashimoto ist also eine Krankheit, die den gesamten Körper betreffen kann.

 

In der aktuellen Schulmedizin sind bisher zwei Formen der Hashimoto Thyreoiditis bekannt. Eine atrophische Form, bei der die Schilddrüse im Verlauf der Krankheit kleiner wird. Und eine hypertrophe Forme, bei der sich die Schilddrüse im Laufe der Zeit stetig vergrößert (Struma). Beide Formen der Hashimoto führen zwangsläufig zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

 

Die Häufigkeit der Hashimoto-Thyreoiditis beläuft sich aktuell auf ca. 10% der Gesamtbevölkerung und gilt somit als weltweit häufigste Autoimmunkrankheit bei Menschen.