Peter Gehlmann

Welche Nahrungsergänzungsmittel nehme ich bei Hashimoto

Aufklärungsserie Hashimoto Teil 7

In der heutigen Zeit sind Nahrungsergänzungsmittel kaum mehr aus unserem Leben wegzudenken. Egal ob Tabletten, Kapseln, Pillen oder Dragees – von außen sind sie kaum von den echten Medikamenten zu unterscheiden.

Selbst in Bezug auf Inhaltsstoffe sind sie oftmals kaum von den echten Arzneimitteln zu unterscheiden.

Was genau ist denn der Unterschied zwischen Nahrungsergänzungen und Medikamenten ?

 

Rechtlich gehören Nahrungsergänzungen zu Lebensmitteln. Sie schauen jedoch nicht aus wie Lebensmittel und kommen eher in einer korrekt dosierten Form daher.

 

Nahrungsergänzungsmittel sind definitiv keine Arzneimittel und dienen dazu, Defizite kurzfristig zu beheben und Deine tägliche Ernährung zu ergänzen, sofern überhaupt nötig.

 

Nahrungsergänzungsmittel – überhaupt notwendig?

 

Das kommt auf den Einzelfall an. Möchtest Du einfach vorbeugen, ohne im Vorfeld deine Blutwerte bestimmen zu lassen, bitte lieber nicht. Denn in diesem konkreten Fall kannst Du Dir mehr schaden, als einen Nutzen daraus zu ziehen.

 

Der Vitamin- und Mineralstoffhaushalt eines jeden Menschen ist ein sehr komplexes und ausgewogenes System, das nur dann wirklich gut funktioniert, wenn alles in Balance ist.

Führst Du zum Beispiel Zink als Nahrungsergänzung hinzu, kann Dein Kufperspiegel auf Dauer leiden. Du denkst, Du tust Dir etwas Gutes, erreichst aber das Gegenteil, denn Kupfermangel ist ernst zu nehmen und kann sehr unangenehme Symptome hervor rufen.

 

Das ist ein guter Grund mit Nahrunsgergänzungsmitteln nicht zu spaßen und alles in enger Absprache mit Deinem Hausarzt zu dosieren und wirklich nur nach einer entsprechenden Diagnostik einzunehmen.

 

Gesunde Menschen die sich bewusst und ausgewogen ernähren, benötigen in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel. Sollten allerdings konkrete Mängel an Vitaminen oder Mineralstoffen bestehen, dann ist eine entsprechende Substitution angezeigt.

 

Ein gutes Beispiel ist hier Hashimoto Thyreoiditis. Menschen mit Hashimoto leiden häufig an starken Nährstoffdefiziten ohne, dass sie es überhaupt wissen. Eine Vollblutmineralanalyse wird leider noch immer nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, somit wird diese nicht vom behandelnden Arzt angewiesen. Dabei fehlt Hashimoto-Patienten meist Eisen, Zink, Selen, Vitamin D3, Vitamin B6 und B12.

 

Diese Mängel sind sehr oft für eine große Zahl von Symptomen verantwortlich, häufig werden sie allerdings fälschlicherweise der unzureichenden Schilddrüseneinstellung mit Schilddrüsenhormonen zugeschrieben.

 

Aus diesem Grunde ist eine Analyse der Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente in meinen Augen zwingend notwendig und erforderlich.

Gerade bei einseitiger Ernährung, die dann vielleicht auch noch stark Zucker lastig ausfällt und auch bei Aufnahmestörungen des Darmes, kann eine Nahrungsergänzung sinnvolle Lösungsmöglichkeiten darstellen.

 

Ursachen für die Mangelerscheinung sollten allerdings schnellstens gefunden und behandelt werden.

 

Ich esse Obst und Gemüse, da brauch ich keine Pillen!

 

Die mindere Qualität unserer derzeitigen Nahrungsmittel ist mit eine der Hauptursachen für einen Vitamin- und Nährstoffmangel. Ganz davon abgesehen, dass sich Nahrungsmittelhersteller eine Zucker-, Weizen- und Glutenschlacht auf unsere Kosten liefern. Diese Bestandteile machen über kurz oder lang jeden Darm krank und führen somit zwangsläufig zur Malabsorption (Aufnahmestörungen des Darmes) führt, ist es die momentane niedrige Nährstoffkonzentration in Obst und Gemüse, welche Dich zum Nährstoffmangel führt.

 

 

Ich nehme NEMs

 

Aufgrund der sowieso schon niedrigen Nährstoffdichte in unserem Obst und Gemüse nehme ich regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel.

 

Wenn Du zusätzlich zu Hashimoto auch noch an einer Darmproblematik leidest, dann kann ich Dir nur raten „Setze Dich mit Deinem Hausarzt zusammen!“ behebe Deine Defizite.

 

Denn sobald Vitamine und Mineralstoffe über die Nahrung nicht mehr richtig aufgenommen werden können, dann bleibt leider kaum ein Weg außer dies über Nahrungsergänzungen oder im schlimmsten Fall mit Infusionen zu tun.

 

Beim Aufbau einer gesunden Darmschleimhaut spielen NEMs eine sehr wichtige Rolle und wären über die Ernährung in dem benötigten Umfang nicht greifbar, weshalb man hier von außen unterstützend eingreifen muss!

 

Bevor Du Deine Darmschleimhaut aufbaust, empfehle ich Dir eine Darmsanierung und eine Ernährungsumstellung. Mehr Informationen hierzu bekommst Du in meiner Facebook Gruppe oder per E-Mail