Peter Gehlmann

Hashimoto und Symptome

Aufklärungsserie Hashimoto Teil 2

Depressive Episoden, Antriebslosigkeit, Tinnitus, Geräusche in den Ohren, mangelnde Koordination, Persönlichkeitsstörungen, Reizbarkeit, Schlafstörungen, blasse Haut, blasse Lippen, Haarausfall, kalte Hände, kalte Füße, langsame Wundheilung, Blutarmut und Bluthochdruck, deutlich fühlbares Herzklopfen, angespanntes Zähneknirschen, Anfälligkeit für Infektionen, Gewichtszunahme trotz einer normalen Ernährung und dabei noch die Unfähigkeit sein Gewicht zu verlieren. Das alles können Symptome bei Hashimoto sein – ein Grund, warum die Ärzte nicht immer sofort zur Diagnose Hashimoto kommen…

Mehr dazu im Video…

 

 

Im Gegensatz dazu Magersucht, verminderte oder stark erhöhte Appetitphasen, Migräne, chronische Kopfschmerzen, Appetitverlust und Übelkeit, Erkrankungen der Gallenblase, Fettleber, Lebensmittelallergien, Nahrungsmittelintoleranzen und so weiter… das alles sind einige der Symptome die man mit und durch Hashimoto bekommen kann.

Sie sind also äußerst vielfältig und schwer zu greifen. Oft merkt man als Patient gar nicht, dass man unter einer Schilddrüsenentzündung leidet. Andere Patienten haben wiederum wahnsinnig starke Beschwerden, oftmals kommen die Beschwerden gemeinsam. Sie prasseln in der geballten Ladung auf den Betroffenen herein.

 

Diagnose fällt oft schwer – alles Einbildung?!

 

Umso schwerer fällt es uns Hashimoto-Patienten und auch den Ärzten hier festzustellen, ob es Hashimoto ist oder was überhaupt dahinter steckt. Was ist mit dem Patienten? Bildet sich der Patient das alles vielleicht sogar ein? Muss er einfach nur die Hälfte essen? Oder sich ein bisschen eincremen? Vielleicht mal ein bisschen mehr Sport machen? Das alles sind Möglichkeiten an Symptomen, die man mit und durch Hashimoto erleiden kann. Wir werden uns in diesem Beitrag um die Symptome kümmern. Ich werde dir die Symptome aufzeigen und aufzeigen, was dahinter steckt.

 

Symptome, die man bei Hashimoto haben kann

Um nicht alle Symptome aufzuzählen, denn das würde diese Beitrag sprengen, die annähernd mit Hashimoto zu tun haben, gehe ich auf die einzelnen Bereiche ein, wie die Augen, die Ohren, das Gehirn, die Psyche, Körpertemperatur usw. 

Warum fällt es uns und den Ärzten so schwer, festzustellen, ob wir Hashimoto haben oder eben nicht, denn die Symptome sind bei Hashimoto äußerst vielfältig. Dadurch, dass sie so vielfältig sind, ist es natürlich auch schwer zu greifen, ob sie wirklich zu Hashimoto gehören oder ob es ein einzelner Teil ist, den es zu betrachten gilt.

 

Hashimoto und Symptome - Hashimoto-Mentor Peter Gehlmann

 

Depressive Episoden

So wie bei mir: ich war müde, antriebslos und träge –  Depression! Nehmen Sie mal Antidepressiva, ansonsten ist alles gut. Die depressiven Episoden sind die eine Seite, es gibt natürlich noch Patienten, die es schwerer erwischt, und dann fällt es den Ärzten in der Tat immer schwerer festzustellen, ob es Hashimoto ist oder ob es eben einzelne Symptome sind. Als Betroffenem bleibt einem wirklich nicht viel anderes übrig, als es selbst in die Hand zu nehmen, zu recherchieren, beim Arzt zu sagen, was getestet werden muss. Man muss den Ärzten auch ein kleines bisschen an die Hand gehen und sagen, welche Blutwerte man gerne hätte. Hier muss man ein bisschen nachsteuern. Es bleibt auch nicht aus, sich selbst darüber zu informieren. Als ich die Diagnose Hashimoto bekam, habe ich mir gedacht: “ja okay, und? Der Arzt hat lediglich gesagt, ich solle die Hormone nehmen.” Damit war das für mich erstmal erledigt. Meine Frau kam dann auf die Idee, dass ich mir ein Buch besorgen könnte. Ich dachte mir: ja, aber warum, es ist doch jetzt alles gut. Erst als die Ärzte anfingen, die Hormone weiter zu steigern und mein Einnahmeschema ein bisschen breiter zu stellen und ich dann teilweise bis zu 225 Mikrogramm L-Thyroxin nehmen musste – erst da fing ich an mir Gedanken zu machen woran es liegen könnte? Was habe ich für Symptome? Wie kann ich das ändern? Wie kann ich das abstellen?

Körpergewicht

Kommen wir zum Körpergewicht. Hier ist – so finde ich – ein Phänomen zu beobachten, es kann aus unerklärlichen Gründen das Gewicht steigen, es gibt Wassereinlagerungen und trotz einer normalen Ernährung, die man bisher genossen hat, nimmt man zu. Das Abnehmen fällt unheimlich schwer. Es gibt aber auf der anderen Seite auch das Problem des Nicht-Zunehmens. Es gibt also viele Menschen, die mit Hashimoto abnehmen und nicht wieder zunehmen können, obwohl sie sich genauso ernähren wie vorher. Hier ist es also wirklich sehr schwer festzustellen, woran das überhaupt liegt.

Körpertemperatur

Ich glaube, Menschen mit Hashimoto frieren grundsätzlich an den Händen und an den Füßen, eigentlich überall. Man hat ständig kalte Hände, möchte sich am liebsten Taschenwärmer in die ganzen Taschen stecken. Vor allem im Winter finde ich es persönlich total schrecklich mit kalten Händen rumlaufen zu müssen und sich mit Handschuhen zu behelfen und trotzdem zu frieren.

Zyklusstörungen

Bei Menstruationsstörungen und der Schwangerschaft ist immer wieder festzustellen, dass die Zyklen der Frauen durcheinander geraten, dass der Progesteron-, Östrogen-, und Testosteronspiegel durcheinander gerät. Es ist sehr schwer, eine Regelmäßigkeit in die Periode und den Zyklus rein zu bekommen, teilweise findet auch ein Verlust der Libido statt. Es ist also überhaupt keine sexuelle Lust mehr vorhanden. Wenn es bei Kindern passiert, gibt es auch die Möglichkeit, dass es zur vorgezogenen Pubertät oder verzögerten Pubertät kommt. Bei Frauen kommt es zu verzögerter Menopause. Hier sind es schon weitreichende Sachen, die bei Hashimoto passieren. Durch die Zyklusstörungen kann es auch zu unerfüllten Kinderwünschen kommen. Dieser Bereich ist bei Hashimoto relativ gruselig. 

Oftmals stellt der Partner – man selbst merkt das ja jetzt nicht, aber derjenige, der kein Hashimoto hat – dass ein Zähneknirschen stattfindet, der Patient nachts unter Atembeschwerden oder Kurzatmigkeit leidet. Man selbst hat so ein Brennen im Hals, Halsschmerzen, öfters mal eine heisere Stimme. Man merkt ebenfalls ab und zu einen trockenen Mund, das Zahnfleisch fängt an zu bluten oder schwillt an. Hier ist es wichtig zu schauen, dass man das ganze nicht noch zusätzlich reizt, vielleicht mal mit Kokosöl spült um die Bakterien herauszuziehen. Zusätzlich empfehle ich auf eine nicht so reizende Zahncreme umzusteigen.

Schmerzen

Schmerzen und auch die Muskulatur ist ein Bereich, der nicht zu vernachlässigen ist. Hier hat man oftmals Rückenschmerzen und -probleme hat, die sehr schnell chronisch werden, Migräne oder chronische Kopfschmerzen, die hier mit zu tragen kommen können. Es kann passieren, dass man öfter mal Schmerzen und eine gewisse Druckempfindlichkeit im Nacken hat, weil man sich natürlich Sorgen macht und angespannt ist und sich unheimliche Last auflegt. Die Ärzte wissen nicht so richtig was man hat, man schwebt in einem Raum wo keiner so richtig weiß, was los ist. Man macht sich natürlich auch Gedanken, wie man bestimmte Bereiche wieder in den Griff bekommt.

Die Verdauung

Ein nicht zu verachtender Bereich ist die Verdauung. Bei der Verdauung ist es natürlich so, dass man manchmal unter Appetitverlust leidet, manchmal aber auch Heißhunger hat. Das ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Oftmals ist es auch so, dass die Verdauung aufgrund der ganzen Medikamente, die man nimmt, gereizt ist.

Es gibt also Darmprobleme. Es entwickeln sich Darmpilze, die ihr Unwesen treiben und einen dazu bringen, unheimlich viel Süßes essen zu wollen. Das mag jetzt wie eine Ausrede klingen, es ist aber tatsächlich so. Es gibt Darmpilze die aufgrund ihres Wachstums Zucker brauchen. Wir reden jetzt nicht vom normalen Zucker sondern vom Industriezucker, von Süßigkeiten. Wenn diese Pilze das bekommen, dann wachsen und wachsen sie. Und je mehr sie wachsen, desto mehr Zucker brauchen sie. Deshalb ist es hier wichtig, eine Darmreinigung zu machen, das heißt die Giftstoffe abzutransportieren und die Darmflora wieder neu aufzubauen, und das so sanft wie möglich. Denn bei der Darmsanierung ist es wichtig darauf zu achten, wann man das macht:

Wann nehme ich zum Beispiel die Medikamente zur Darmsanierung in welchen Abständen zum L-Thyroxin, in welchen Abständen zu Vitaminen und Nährstoffen, die ich sonst zu mir nehme.

Wie ernähre ich mich bei der Darmsanierung? Denn es macht in meinen Augen keinen Sinn, meinen Darm zu sanieren, ihn von den Giftstoffen und alten Schlacken der Ernährung zu befreien, wie ich mich bisher normal ernährt habe – so normal man das eben nennen kann und im Gegensatz dazu ernähre ich mich eben wie bisher weiter. Das passt ja nicht zusammen. Das ist wie Schneeschieben während es schneit. Dann kann man sich das auch sparen. Dann kann man warten bis es aufhört zu schneien.

Sonstige Vielfältigkeit der Symptome

Ein letzter Punkt ist für mich so etwas wie Sonstiges. Das sind häufige Begleiterkrankungen bei Hashimoto mit ähnlichen Symptomen.

Begleiterkrankungen, wie eben schon angesprochen sind das Darmpilze, die sogenannten candida albicans . Dann gibt es so ein chronisches Müdigkeitssyndrom CFS. Dann gibt es ja auch noch die Insulinresistenz, die aus Hashimoto entstehen kann. Diabetes Typ I und Diabetes Typ II, Systemische Lupus, Nebennierenschwächen, Morbus Basedow, Nikidasyndrom, das ist der Bereich in dem auch die Verdauung angepackt wird.

Das alles kann passieren, wenn man nichts ändert. Also ich sehe es ganz klar so, dass es wichtig ist, zusätzlich zur schulmedizinischen Versorgung an seiner Ernährung  arbeitet. Die Ernährung anzupassen, umzustellen, um hier auch wirklich langfristig leichter mit Hashimoto leben zu können. Da gilt es ein paar Handgriffe zu ändern und hier zu schauen, dass man bestimmte Bereiche einfach ändert, das man die Ernährung nicht mehr so gestaltet wie bisher. 

Wenn Du lernen und erfahren möchtest, was du tun kannst, um leichter mit Hashimoto leben zu können, dann werde Teil meiner Facebookgruppe…

Peter Gehlmann Analysegespräch
Peter Gehlmann Brille

TRITT UNSERER FACEBOOKGRUPPE BEI!

Ich freue mich dich persönlich kennenzulernen!